Am Abend – Ankunft – Willkommen zu Hause! Landungsbrücken und Blohm & Voss

 

Am Nachmittag – Passieren Schiffsbegrüssungsanlage Willkommhöft in Wedel

 

Am Morgen – Passieren Bützfleth, südliches Elbufer

Die PEKING kehrt am Montag den 7. September 2020 nach 88 Jahren wieder nach Hamburg zurück, wo sie als Museumsschiff ab 2021 an Bord besucht werden kann. Das Schiff wurde 1911 bei der Werft Blohm & Voss für die Laeisz Reederei gebaut. 

Nachdem sie die ersten Jahre 34 Mal um Kap Hoorn gesegelt ist, auf ihrem Weg nach Chile, für den Salpeterhandel, bekam sie eine neue Aufgabe. Sie wurde umbenannt zu ARETHUSA II. Hierzu gibt es einen sehr interessanten Bericht der Peking-Freunde

Danach ging es 1975 für sie nach New York, wo sie gut 40 Jahre als Museumsschiff lag, bis es auch dort nicht mehr ging. Die Chronik der Rettung beschreiben die Peking-Freunde, und das dauerte von 2001 bis 2017.

Der Tag an der Elbe war wunderschön, das Wetter spielte genau an diesem einen Tag mit und die Sonne zeigt sich häufig auf der Strecke zwischen der Peterswerft in Wewelsfleth und dem Einlaufen im Hamburg Hafen.

Am Vorabend hatte ich mir zum Glück noch einen Punkt persönlich angesehen, den ich mir auf Google Maps rausgesucht hatte. Ich wollte die Peking noch vor der Zeit auf Reede in Twielenfleth, und an einer einsameren Stelle als an den nächsten geplanten Punkten sehen. Julssand war definitiv nicht der Ort, zum Glück hatte ich es gecheckt. An Punkt 1 war ein gigantischer Strommast direkt vor mir, dessen Leitungen die Elbe überspannen. Genau vor meiner Nase. An Punkt 2, neben an, war der Zugang gesperrt, weil dort Vögel brüteten.

So fuhr ich dann doch auf die Südseite der Elbe und an den Strand von Bützfleth. Eine sehr gute Entscheidung, nicht nur, weil es dort sehr schön ist  und der Blick frei. Sondern auch, weil es eine lange Phase war, in der man die Peking in Ruhe bestaunen konnte. Nur das Wasser plätscherte, ihre „Flotte“ (Begleitboote) zog langsam vor mir vorbei. Die Fahrtstrecke von Hamburg aus am Deich entlang ist übrigens auch sehr schön, vorbei an den Obsthöfen mit ihren reich geschmückten Backsteinhäusern.

Der zweite Punkt wäre fast schief gegangen. Ich wollte ich Willkommhöft in Wedel bei der Schiffsbegrüssungsanlage mehr die Szenerie als nur das Schiff mit freiem Blick auf selbiges filmen. Die Peking kam zu früh! Fast eine halbe Stunde, und so war ich heilfroh, dass ich sie überhaupt noch mit bekam, wenn auch ohne Stativ und wohlüberlegten Standplatz. 

Danach eilte ich zum dritten und letzten Punkt, dem wichtigsten: Einlaufen in den Hamburger Hafen! Mein Lieblingsplatz hoch über dem Hafen war gut besucht, aber nicht übervoll. Überhaupt fand ich es nirgends drängelig, alles war angenehm, und überall fröhliche und begeisterte Menschen. Emotionale Momente für mich als Nachfahrin einer Reederfamilie, und als Seefrau. Es war ein so schöner Anblick, das Feuerschiff mit der Wasserfontäne voraus, gegen das abendliche Sonnenlicht. Die vielen Beiboote, der Konvoi der Fans der Peking, die vielen Schiffshörner auf allen Seiten. Passieren ihrer Werft Blohm & Voss, der alten Landungsbrücken, auf beiden Seiten des Ufers standen Schaulustige, es ertönte Musik. Zum Schluss der Blick auf das Drehen des Schiffes, bevor die Peking in ihren letzten Heimathafen einfuhr.

PEKING 7.9.2020 – Hamburg!
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